Verantwortete Vergangenheit

 

Gegenwart erklärt sich aus der Vergangenheit: Historisches Bewusstsein scheint mir die Basis für ein annäherndes Verständnis von Aktualität. Gerade in Österreich paralysierte der „Geschichtsfelsen“ Nationalsozialismus für lange Zeit den Blick zurück und es gilt immer noch, Fakten dieser Zeit in das Sichtfeld zu holen und so dem Vergessen zu trotzen. Im Verfassen von Exilbiographien verschränken sich Gegenwart und Vergangenheit zu einem politischen Thema im Sinne einer Stimme für ausgegrenzte, vertriebene und ermordete Menschen. Ich forsche zu exilierten österreich-jüdischen Musikschaffenden, um deren Leben und Werk zu wahren und die im Nationalsozialismus zerschlagenen Lebens- und Schaffensadern an den Bruchstellen des Exils manifest zu machen.

Foto: Lukas Beck

im Archiv

am Podium

im Museum

Konzise Recherche und der Versuch einer möglichst exakten Versprachlichung daraus gezogener Schlüsse sind ein Faible von mir. Biographisches Arbeiten ließ mich im Blick auf Erich Zeisl und Hugo Kauder immer wieder zwischen mikroskopischer Feineinstellung und beobachtender Distanz pendeln.

 

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Gedanken wollen ihr Publikum: So auch die Themen, die mich anrühren und in Bann ziehen. Einladungen führen mich in Kongresszentren und Konzertsäle, Hochschulen und Universitäten, Kirchen und Synagogen. In besonders lebhafter Erinnerung sind mir Vorträge im Rahmen der 42. Konferenz der Association for Jewish Studies in Boston (2010), an der University of California, Los Angeles (2011) oder an der Hebrew University of Jerusalem (2013).

 

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Über „Endstation Schein-Heiligenstadt. Eric Zeisls Flucht nach Hollywood“ im Jüdischen Museum Wien 2006 (im Team mit Michael Haas und Werner Hanak), die Oberösterreichische Landesausstellung 2008 „Salzkammergut“ (im Team mit Helmut Schmidinger) und das Projekt „Polyphon verbotener Klänge“ zu „Hörstadt Linz“ im Rahmen von „Linz 09 Kulturhauptstadt Europas“ (im Team mit Norbert Trawöger) kam mir die erfüllende Aufgabe zu, Wissen und innere Bilder in Ausstellungen wirken zu lassen.

 

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in der Zeitung

Umsicht, Genauigkeit, Phantasie, Verantwortung den Musizierenden, dem Lesepublikum und der eigenen Meinung gegenüber bilden für mich die Säulen von Musikkritik. Ich genieße es, das Wesen des Gehörten und die Eigenheit künstlerischer Interpretation in ein Feintuning der Sprache kippen zu lassen.

 

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