Kunst und Wissenschaft

Foto: Lukas Beck

Man kennt Karin Wagner als Musikerin und Forscherin, unnachgiebig intensiv wie spielerisch gekonnt wirkt sie in beiden Bereichen. Diese Sphären zu verbinden, ist ihr ein besonderes Anliegen. Die promovierte Musikwissenschafterin, Pianistin und Autorin wurde 1969 in Klagenfurt geboren, Studien am Klavier führten sie an das Bruckner Konservatorium Linz und an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. An beiden Institutionen graduierte sie mit Auszeichnung, zudem wurde ihr Diplom an der Musikuniversität mit dem Würdigungspreis der Republik Österreich bedacht.

 

Über langjährige Unterrichtstätigkeit und Projektarbeit im Oö. Landesmusikschulwerk tat sich ein breiter Erfahrungshorizont auf, den Karin Wagner seit 2001 als Lehrende an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien den Studierenden der musikpädagogischen Studienrichtungen mit Empathie weitergibt. Sie betreut dort das künstlerische Hauptfach Klavier, pianistische Nebenfächer sowie klavierdidaktische Fächer, initiiert Projekte innerhalb der Universität sowie in Verschränkung mit auswärtigen Institutionen und fördert den Austausch der Disziplinen. Als gern gesehene Dozentin im Rahmen der Lehrer*innenfortbildung im In- und Ausland leitet sie eine Vielzahl an Workshops und Meisterkursen.

 

Der Wunsch nach einer Synthese zwischen Kunst und Wissenschaft fand im Doktorratsstudium mit Dissertationsgebiet Musikwissenschaft am Institut für Musikgeschichte der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit dem Zweitfach Zeitgeschichte an der Universität Wien seinen Ausdruck. 2004 promovierte Karin Wagner mit Auszeichnung. Treffend bezeichnet der Historiker Anton Staudinger ihre Arbeitsweise als „problembewusst, methodensicher und unbeirrbar zielorientiert“. Ein Auslandsstipendium des Bundesministeriums für Wissenschaft ermöglichte einen längeren Forschungsaufenthalt in Los Angeles, daraus gingen die erste deutschsprachige Biographie zum Exilkomponisten Eric Zeisl (Czernin 2005) und die Edition von Zeisls Briefkorrespondenz (Czernin 2008) hervor. Letzteren Band rezensierte Ulrich Weinzierl als „kulturhistorische Fundgrube“ und „ein bewegendes Exil-Dokument“. Zahlreiche Publikationen zum Themenfeld „Musik im Exil“ folgten (u. a. Austrian Studies – Modern Humanities Research Association/London, Journal of Modern Jewish Studies/Oxford), ganz besondere Anerkennung fand die jüngst erschienene weltweit erste Biographie zu Hugo Kauder (Böhlau 2018). Karin Wagner zählt zu den führenden Stimmen der österreichischen Exilmusikforschung, für ihre wissenschaftliche Tätigkeit wurde sie 2012 mit dem Elfriede Grünberg Preis ausgezeichnet: Ein Preis, den die „Welser Initiative gegen Faschismus“ für Verdienste um die Bekämpfung von Nationalsozialismus vergibt.

Als Kammermusikpartnerin am Klavier hebt die forschende Musikerin wissenschaftliche Projekte auf eine künstlerische Ebene, als musizierende Analytikerin ist sie gefragte Referentin bei internationalen Konferenzen und Symposien. Gerne holt man die Moderatorin Karin Wagner für Konzerteinführungen, Podiumsgespräche oder Publikumsdiskussionen auf die Bühne, als Gastgeberin im Kepler Salon sagt Salonintendant Norbert Trawöger ihr eine „souveräne Feinsinnigkeit“ nach, mit der sie „immer wieder maßgeblich für eine außergewöhnliche Salonathmosphäre sorgt“. Im Kepler Salon wird die Historikerin ab 2021 in ihrer neuen Reihe „Wagners Dunkelkammer“ Themenfelder belichten, die der Verdrängung oder dem Vergessen entrissen werden sollen. Beim Fernsehsender dorf tv leitet die so vielseitig Interessierte seit 2016 einen eigenen Channel und verknüpft als Programmgestalterin historische Themen mit der Aktualität. Derzeit arbeitet Karin Wagner an einem Buchprojekt, welches in enger Zusammenarbeit mit den Nachfahren Arnold Schönbergs entsteht, die darauffolgende Publikation wird in das Leben des Pianisten Dinu Lipatti blicken.

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